Das Risikoprofil, abgeleitet aus vergangenen Marktschwankungen, zeigt das Risiko, dem das Portfolio ausgesetzt bist. Diese Bewertung hilft dabei, Deine Investitionen mit Deinen finanziellen Zielen und Deiner Risikobereitschaft in Einklang zu bringen.
Das Diversifikationsprofil bewertet die Verteilung von Anlagen über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen. Diese Bewertung hilft dabei, Risiken zu reduzieren, Renditen zu maximieren und eine Überkonzentration in einem einzelnen Bereich zu vermeiden.
Vorsichtige Anleger
Ein solches Setup passt besonders zu jemandem mit moderater Risikobereitschaft, der sein Vermögen schützen und gleichzeitig am globalen Wachstum teilhaben will. Der Anlagehorizont ist eher mittel- bis langfristig, also mehrere Jahre bis Jahrzehnte, ohne zwingenden kurzfristigen Entnahmebedarf. Stabilität und Werterhalt stehen im Vordergrund, aber komplett auf Chancen zu verzichten, kommt nicht in Frage. Schwankungen werden akzeptiert, solange sie nicht extrem sind und ein Sicherheitsanker vorhanden ist. Diese Person interessiert sich für effiziente, kostengünstige Lösungen, möchte aber nicht ständig Einzeltitel analysieren. Wichtig ist ihr ein gutes Gefühl in turbulenten Marktphasen, auch um emotional durchzuhalten.
Die Zusammensetzung ist klar strukturiert: rund 50 % physisch hinterlegtes Gold und 50 % breit gestreute Aktien-ETFs. Damit dominiert ein „Sicherheitsbaustein“ mit geringer Kopplung an Unternehmensgewinne, während der Aktienblock global und regional divers verteilt ist. Diese Aufteilung passt gut zu einem vorsichtigen Profil, weil sie Schwankungen dämpfen kann, zugleich aber Wachstumschancen erhält. Wichtig ist, dass eine so hohe Edelmetallquote langfristig die reale Rendite begrenzen kann, falls Aktien über viele Jahre besser laufen. Die Kernaussage: stark defensiv mit klarer Wachstumsbeimischung – stabil, aber bewusst mit begrenztem unternehmerischem Risiko.
Historisch liegt die Wertentwicklung im Betrachtungszeitraum deutlich über US- und Weltmarkt-Benchmarks: aus 1.000 € wurden 1.807 €, mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 22,28 %. Zum Vergleich: der US-Markt lag bei 19,72 %, der globale Markt bei 13,30 %. Die maximale zwischenzeitliche Verlustphase (Max Drawdown) der Mischung war mit -10,05 % moderat, deutlich flacher als die -21,25 % im Weltmarkt. Das spricht für eine gute Balance aus Ertrag und Risikobegrenzung. Trotzdem gilt: Der Zeitraum ist relativ kurz, und vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft, vor allem bei ungewöhnlich starken Phasen.
Die Monte-Carlo-Simulation nimmt die historischen Schwankungen und Renditen und „würfelt“ daraus 1.000 mögliche 10-Jahres-Verläufe. So entsteht eine Bandbreite realistischer, aber nicht sicherer Szenarien. Nach 10 Jahren liegt der Median etwa bei +1.175 % kumuliert, also einem gut verzehnfachten Wert. Selbst im schwächeren 5 %-Szenario wäre ein deutlicher Zuwachs zu sehen. Dass 1.000 von 1.000 Simulationen positiv enden, spiegelt die starke Vergangenheitsphase wider – das darf man aber nicht als Zusicherung lesen. Märkte ändern sich, politische und geldpolitische Rahmenbedingungen ebenso. Nimm Monte-Carlo eher als Stresstest-Spiegel, nicht als Versprechen für die nächsten zehn Jahre.
Auf Assetklasse-Ebene ist das Bild zweigeteilt: etwa 30 % Aktien und rund 70 % „Nicht-Aktien“, wovon 50 % explizit Gold sind. Damit unterscheidet sich die Allokation stark von üblichen weltweiten Mischvergleichen, in denen Aktien meist deutlich überwiegen. Positiv ist: diese Struktur kann Verluste in Aktienkrisen abfedern und passt gut zu einem vorsichtigen Risikoprofil. Die Kehrseite: Auf lange Sicht stammen reale Vermögenszuwächse überwiegend aus Unternehmensgewinnen und Produktivitätssteigerungen, also aus Aktien. Wer sehr lange Horizonte hat, könnte daher über Zeit etwas mehr in wachstumsorientierte Bausteine verschieben, ohne die generelle Sicherheitsorientierung komplett aufzugeben.
Im Aktienanteil liegt ein klarer Schwerpunkt auf Technologie, gefolgt von Finanzwerten, Industrie, Konsum und Kommunikation. Diese Verteilung ähnelt gängigen globalen Indizes, was ein gutes Zeichen für Diversifikation ist. Der Technologieschwerpunkt sorgt für höhere Wachstumschancen, reagiert aber empfindlich auf Zinsanstiege oder Regulierungsrisiken. Sektoren wie Energie, Versorger oder Immobilien sind nur gering vertreten, was kurzfristig stabil sein kann, aber bestimmte Konjunkturphasen weniger abbildet. Positiv ist, dass die Sektorstruktur keinen extremen Ausreißer zeigt; sie ist relativ nah an breiten Marktstandards und damit ein solider diversifizierter Kern innerhalb des begrenzten Aktienblocks.
Geografisch dominiert eindeutig Nordamerika, insbesondere die USA, mit etwa 19 % Gesamtanteil. Europa, Japan und Asien (entwickelt und Schwellenländer) sind spürbar, aber deutlich kleiner gewichtet. Das entspricht grob der globalen Marktkapitalisierung, bei der die USA ebenfalls einen sehr hohen Anteil haben. Vorteil: Zugang zu vielen der weltweit führenden Unternehmen und hoher Innovationskraft. Nachteil: politische, währungs- und regulatorische Risiken konzentrieren sich stark auf eine Region. Eine etwas stärkere Gewichtsverlagerung hin zu anderen entwickelten Märkten oder Schwellenländern könnte die regionale Balance verbreitern, ist aber kein Muss, solange Dir die US-Dominanz bewusst ist.
Bei der Marktkapitalisierung überwiegen Mega- und Big-Caps deutlich, Mittelgroße Unternehmen sind nur mit rund 5 % vertreten. Großkonzerne sind oft stabiler, transparenter und liquider, was gut zu einem vorsichtigen Profil passt. Sie reagieren aber stärker auf globale Makrotrends und sind in Krisen nicht automatisch sicher, nur tendenziell robuster als sehr kleine Werte. Dass Small Caps praktisch keine Rolle spielen, reduziert zwar Schwankungen, nimmt aber auch einen möglichen Renditetreiber aus dem Spiel, der langfristig Mehrertrag bringen kann. Insgesamt ist die Marktkap-Struktur konservativ und eng an gängige Weltmarkt-Indizes angelehnt.
Der Look-through zeigt vor allem große, globale Technologiewerte an der Spitze: NVIDIA, Apple, Microsoft, ASML, Amazon, Alphabet, TSMC, Broadcom und Meta. Diese Titel kommen ausschließlich über die ETFs hinein, es gibt keine Einzelaktien. Mehrere dieser Unternehmen tauchen in mehreren Indizes gleichzeitig auf, was verdeckte Klumpenrisiken erzeugt. Da nur die Top-10 der ETFs betrachtet werden, ist die Überschneidung eher unterschätzt. Technologielastige Spitzenpositionen können die Rendite in guten Phasen deutlich treiben, führen bei Branchenschwäche aber oft zu gebündelten Rücksetzern. Die Erkenntnis: breite ETF-Hülle, aber an der Spitze klare Schwergewichte in denselben globalen Giganten.
Die Faktor-Analyse zeigt starke Neigungen zu Momentum, Low Volatility und in geringerem Maß zur Größe („Size“). Faktor-Exposures beschreiben, wie stark ein Portfolio auf bestimmte Eigenschaften setzt, die langfristig Renditen erklären, z.B. Trendfolge (Momentum) oder Stabilität (Low Volatility). Ein hoher Momentum-Anteil kann in laufenden Trends kräftige Gewinne bringen, aber bei Trendbrüchen größere Rückschläge verstärken. Die niedrige Volatilitätskomponente wirkt dagegen etwas stabilisierend. Die Datenabdeckung ist allerdings begrenzt, daher sind die Signale nicht perfekt. Insgesamt deutet alles auf eine Mischung aus Trendfolgern und eher defensiven Qualitätswerten hin – passend zu einer wachstumsorientierten, aber vorsichtigen Grundausrichtung.
Die Risikobeiträge zeigen klar: Gold stellt zwar 50 % des Gewichts, trägt aber gut 65 % zum Gesamtrisiko bei. Der „Risk-to-Weight“-Faktor von 1,30 bedeutet, dass dieser Baustein stärker schwankt als sein reiner Anteil es vermuten lässt. Die beiden Aktien-ETFs sind mit 30 % bzw. 20 % Gewicht vertreten, liefern aber zusammen nur gut ein Drittel des Gesamtrisikos. Risikobeitrag heißt: wie viel ein Baustein zu den Auf-und-Ab-Bewegungen des Gesamtdepots beiträgt, unabhängig vom investierten Betrag. Wer die Balance anpassen will, kann über Positiongrößen oder zusätzliche, wenig korrelierte Bausteine nachdenken, um die Dominanz eines einzigen Risikoquells zu verringern.
Dieser Chart zeigt die Efficient Frontier, berechnet auf Basis deiner aktuellen Positionen mit unterschiedlichen Gewichtungen. Er hebt das beste Verhältnis zwischen Risiko und Rendite hervor, basierend auf historischen Daten. "Effiziente" Portfolios maximieren die Rendite für ein gegebenes Risiko oder minimieren das Risiko für eine gegebene Rendite. Portfolios unterhalb der Kurve sind weniger effizient. Diese Grafik dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
Klicke auf die farbigen Punkte, um Gewichtungen zu erkunden.
Im Risiko-Rendite-Diagramm liegt das Portfolio direkt auf der Effizienzlinie (Efficient Frontier), ist also für die gewählten Bausteine effizient, wenn auch nicht mit der höchsten möglichen Sharpe-Ratio. Die Sharpe-Ratio misst, wie viel Überschussrendite pro Risikoeinheit erzielt wird – hier bereits sehr attraktiv. Spannend: Eine gleiche-Risiko-Variante könnte laut Modell deutlich höhere Rendite bringen, würde aber in der Praxis auch höhere Schwankungen bedeuten. Da nur mit bestehenden Bausteinen gerechnet wird, ließen sich Verbesserungen allein durch Umgewichtung erzielen, nicht durch neue Produkte. Insgesamt ist die Allokation schon sehr gut aufgestellt; Feinjustierungen betreffen eher Deine persönliche Komfortzone zwischen Stabilität und Wachstum.
Die ausgewiesenen laufenden Kosten (TER) sind mit durchschnittlich 0,06 % ausgesprochen niedrig, insbesondere für eine globale Aktienlösung mit All-World-ETF. Niedrige Gebühren sind einer der wenigen Faktoren, die Du direkt kontrollieren kannst: was nicht an Kosten abgeht, kann langfristig für Dich arbeiten. Über viele Jahre machen schon Zehntelprozente spürbare Unterschiede, besonders bei hohen Renditen und Wiederanlage. Es ist positiv hervorzuheben, dass die gewählten Produkte kostenseitig klar im vorteilhaften Bereich liegen. Aus Kostensicht besteht hier kaum Optimierungspotenzial, sodass der Fokus eher auf Risikostruktur, Diversifikation und persönlicher Zielausrichtung liegen kann.
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