Das Risikoprofil, abgeleitet aus vergangenen Marktschwankungen, zeigt das Risiko, dem das Portfolio ausgesetzt bist. Diese Bewertung hilft dabei, Deine Investitionen mit Deinen finanziellen Zielen und Deiner Risikobereitschaft in Einklang zu bringen.
Das Diversifikationsprofil bewertet die Verteilung von Anlagen über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen. Diese Bewertung hilft dabei, Risiken zu reduzieren, Renditen zu maximieren und eine Überkonzentration in einem einzelnen Bereich zu vermeiden.
Vorsichtige Anleger
Dieses Portfolio passt zu jemandem mit moderater bis eher vorsichtiger Risikotoleranz, der Wachstum klar über Tagesgeldzinsen, aber ohne extreme Schwankungen anstrebt. Typisch wäre ein Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren, etwa zur langfristigen Vermögensbildung, Altersvorsorge oder dem späteren Finanzpuffer. Stabilität und breite Streuung sind wichtig, gleichzeitig soll die Renditechance globaler Aktienmärkte genutzt werden. Laufende Erträge spielen eine untergeordnete Rolle, der Fokus liegt auf dem Gesamtwachstum des Kapitals. Diese Person akzeptiert vorübergehende Rückgänge, möchte aber große Einbrüche begrenzen und schätzt ein möglichst unkompliziertes, breit gefasstes Investmentkonzept mit klar kalkulierbarem Kostenrahmen.
Die Struktur dieses Portfolios ist klar: Ein großer Teil steckt in breit gestreuten Aktien-ETFs, ergänzt durch mehrere kurzlaufende Anleihe- und Geldmarkt-ETFs sowie einen Goldbaustein. Mit rund 70 % Aktien und knapp einem Viertel Anleihen liegt die Ausrichtung über einem klassischen „sicherheitsorientierten“ Mix, bleibt aber durch die kurzen Laufzeiten und den Cash-ähnlichen Anteil defensiv. Positiv: Die Streuung über viele Bausteine und Regionen ist stark und ähnelt gängigen Weltportfolios. Etwas nachteilig ist die Doppelung der globalen Aktien-ETFs, die sich sehr ähnlich verhalten. Hier kann es sinnvoll sein, zu prüfen, ob eine Verschlankung Übersicht und Steuerbarkeit verbessert.
Historisch hätte ein Einsatz von zum Beispiel 10.000 Euro bei einem CAGR von etwa 12 % das Kapital klar wachsen lassen. CAGR (durchschnittliche jährliche Rendite) zeigt, wie ein Investment im Schnitt pro Jahr wächst, ähnlich der Durchschnittsgeschwindigkeit auf langer Strecke. Die maximale Verlustphase von rund –15 % ist für ein überwiegend aktienbasiertes Depot moderat und passt gut zu einem eher vorsichtigen Profil. Wichtig: Verglichen mit typischen Weltaktienindizes liegt die Rendite im soliden Bereich, bei etwas gedämpfter Schwankung durch die defensiven Anteile. Gleichzeitig gilt immer: Vergangene Ergebnisse sind keine Garantie für zukünftige Entwicklungen und können sich auch längerfristig deutlich ändern.
Die Monte-Carlo-Analyse simuliert viele mögliche Zukunftsverläufe auf Basis historischer Schwankungen, ähnlich wie 1.000 „Was-wäre-wenn“-Zukunftsfilme. Hier liegen alle Simulationen im Plus, mit einem mittleren Szenario, in dem sich das Vermögen grob mehr als verdreifacht. Die Bandbreite reicht vom vorsichtigen 5-%-Szenario bis zu sehr guten Verläufen mit deutlich höherem Wertzuwachs. Das zeigt ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis für einen vorsichtigen Risikoprofil-Rahmen. Gleichzeitig sind solche Simulationen immer nur Modellrechnungen: Sie können extreme Ereignisse, strukturelle Brüche oder lange Schwächephasen nur begrenzt abbilden. Es ist sinnvoll, diese Projektionen eher als Orientierungsspanne als als Fahrplan zu sehen.
Der Mix aus rund 69 % Aktien, 24 % Anleihen und einem sehr kleinen Cash- und Sonstiges-Anteil ist für ein „vorsichtiges“ Profil eher dynamisch, aber durch kurze Anleihelaufzeiten gedämpft. Diese Aufteilung sorgt dafür, dass Wachstumschancen klar im Vordergrund stehen, während Anleihen und Cash die Schwankungen abmildern. Im Vergleich zu vielen Standard-Benchmarks mit 60/40-Mix ist das etwas aktienlastiger, was langfristig meist höhere, aber volatilere Verläufe bedeutet. Positiv ist die breite Streuung innerhalb der Anlageklassen. Prüfen könntest Du, ob dieser Aktienanteil subjektiv zum eigenen Schlafkomfort passt oder ob eine leichte Verschiebung zugunsten defensiver Bausteine sinnvoll wäre.
Sektorenseitig erinnert das Bild stark an typische Weltindizes: Technologie liegt mit rund 19 % vorn, gefolgt von Finanzwerten, Industrie, zyklischem Konsum und Gesundheit. Diese Verteilung ist gut diversifiziert und ähnelt globalen Benchmarks, was ein starkes Zeichen für solide Streuung ist. Tech- und Kommunikationsschwerpunkte können in Phasen steigender Zinsen oder schwächerer Wachstumsfantasie aber stärkere Ausschläge zeigen. Gleichzeitig profitierst Du von strukturellem Wachstum in diesen Bereichen. Die moderate Gewichtung von defensiven Sektoren wie Basiskonsum und Versorgern stabilisiert. Insgesamt ist das Sektormuster stimmig; sinnvoll ist vor allem, regelmäßig zu prüfen, ob sich einzelne Bereiche stark über oder unterdurchschnittlich entwickelt und dadurch ungewollte Klumpen gebildet haben.
Geografisch dominiert mit knapp der Hälfte Nordamerika, ergänzt um Europa, Japan und kleinere Anteile aus Asien und anderen Regionen. Das entspricht ziemlich genau der aktuellen globalen Marktkapitalisierung und ist damit sehr nah an üblichen Welt-Benchmarks – ein klarer Pluspunkt. Diese Ausrichtung nutzt die Stärke des größten Kapitalmarkts, trägt aber auch dessen Klumpenrisiko mit. Die eher geringe Gewichtung von Schwellenländern reduziert Schwankungen, verschenkt aber unter Umständen etwas langfristiges Wachstumspotenzial. Sinnvoll ist, bewusst zu entscheiden, ob dieser Fokus gewollt ist oder ob eine leichte Beimischung weiterer Regionen den persönlichen Vorstellungen von globaler Verteilung besser entspricht.
Mit rund einem Drittel Mega Caps und einem weiteren Viertel großen Unternehmen liegt der Schwerpunkt auf sehr etablierten Konzernen. Mittelgroße Firmen sind solide vertreten, während Small und Micro Caps praktisch keine Rolle spielen. Das ähnelt vielen Standard-Weltindizes und ist für einen vorsichtigen Charakter grundsätzlich passend, weil große Unternehmen oft stabilere Cashflows und mehr Krisenresistenz bieten. Andererseits sind kleinere Firmen häufig wachstumsstärker, aber schwankungsanfälliger. Dieses Portfolio setzt klar auf Stabilität und Marktnähe statt auf spekulative Nischen. Wer stärkeres Wachstum sucht und Schwankungen akzeptiert, könnte langfristig einen kleinen Anteil kleinerer Unternehmen ergänzen, immer im Rahmen des eigenen Risikogefühls.
Die Korrelation – also wie stark sich Anlagen gemeinsam bewegen – ist besonders hoch zwischen den beiden globalen Aktien-ETFs. Das bedeutet, sie reagieren in der Regel sehr ähnlich auf Marktbewegungen und bringen kaum zusätzlichen Diversifikationseffekt. In Abschwungphasen fallen sie meist gleichzeitig, wodurch die Risikominderung begrenzt ist. Positiv: Die Anleihe- und Geldmarkt-ETFs sowie Gold verhalten sich typischerweise anders als Aktien und stabilisieren das Gesamtbild. Ein sinnvoller Ansatz kann sein, stark überlappende Bausteine zu hinterfragen und den Fokus auf wirklich unterschiedliche Renditetreiber zu legen. Weniger, aber klarer differenzierte Positionen können das Risikoprofil transparenter und die Steuerung einfacher machen.
Die Gesamtrendite aus Dividenden ist mit etwa 0,3 % eher niedrig, was für ein wachstumsorientiertes, globales ETF-Setup durchaus normal ist. Viele Unternehmen behalten einen größeren Teil der Gewinne ein, um zu investieren, statt hohe Ausschüttungen zu zahlen. Das kann langfristig das Kurswachstum unterstützen, führt aber zu weniger laufendem Einkommen. Für Anleger, die auf regelmäßige Auszahlungen angewiesen sind, wäre diese Struktur weniger geeignet; für Vermögensaufbau mit Wiederanlage ist sie hingegen gut passend. Wichtig ist, Dividenden nicht als „Bonus“, sondern als Teil der Gesamtrendite zu sehen. Entscheidend bleibt, dass Kursgewinne und Ausschüttungen zusammen zu den eigenen Zielen und Liquiditätsbedürfnissen passen.
Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von rund 0,14 % ist dieses Portfolio kostenmäßig sehr effizient. TER beschreibt die jährlichen laufenden Kosten eines ETFs, ähnlich einer Verwaltungsgebühr. Im Vergleich zu vielen aktiv gemanagten Produkten mit deutlich höheren Kosten ist das ein starkes Plus und unterstützt langfristig eine bessere Netto-Rendite. Schon wenige Zehntel Prozentpunkte machen über Jahrzehnte einen spürbaren Unterschied durch Zinseszinseffekte. Die wichtigsten Bausteine liegen allesamt im günstigen Bereich, was ein deutlicher Qualitätsfaktor ist. Sinnvoll ist, die Kostenstruktur regelmäßig zu checken und bei künftigen Anpassungen weiterhin auf kosteneffiziente Produkte mit solider Abbildung des gewünschten Marktes zu achten.
Dieser Chart zeigt die Efficient Frontier, berechnet auf Basis deiner aktuellen Positionen mit unterschiedlichen Gewichtungen. Er hebt das beste Verhältnis zwischen Risiko und Rendite hervor, basierend auf historischen Daten. "Effiziente" Portfolios maximieren die Rendite für ein gegebenes Risiko oder minimieren das Risiko für eine gegebene Rendite. Portfolios unterhalb der Kurve sind weniger effizient. Diese Grafik dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
Die Analyse der Effizienz – also des besten Verhältnisses von Risiko zu Rendite mit den vorhandenen Bausteinen – zeigt noch Optimierungsspielraum. Theoretisch wäre bei gleichem Risiko eine etwas höhere erwartete Rendite möglich, vor allem durch Reduktion stark überlappender ETFs und klarere Gewichtungen. Die „Efficient Frontier“ beschreibt genau diese Kurve der bestmöglichen Kombinationen, ohne andere Ziele wie Steuern oder persönliche Vorlieben zu berücksichtigen. Das aktuelle Setup liegt bereits in einem vernünftigen Bereich, könnte aber mit weniger Doppelungen und feinjustierten Anteilen noch näher an diese Effizienzlinie rücken. Wichtig bleibt, dabei den Charakter – vorsichtiger Stil mit globalem Fokus – bewusst beizubehalten.
Die Informationen auf dieser Plattform dienen nur zu Informationszwecken und sind nicht als Finanz- oder Anlageberatung zu verstehen. Insightfolio bietet keine Anlageberatung, keine individuellen Empfehlungen und keine Hinweise zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzanlagen. Die Tools und Inhalte sind rein zu Bildungszwecken gedacht und nicht auf individuelle Umstände, finanzielle Bedürfnisse oder Ziele zugeschnitten.
Insightfolio übernimmt keine Haftung für die Genauigkeit, Vollständigkeit oder Verlässlichkeit der bereitgestellten Informationen. Es liegt allein bei den Nutzern, die Informationen zu überprüfen und unabhängige Entscheidungen auf Basis eigener Recherche und sorgfältiger Überlegungen zu treffen. Die Nutzung der Plattform ersetzt nicht die Beratung durch qualifizierte Finanzexpert*innen.
Investitionen sind mit Risiken verbunden. Nutzer*innen sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen schwanken kann und vergangene Leistungen keine Garantie für zukünftige Ergebnisse sind. Anlageentscheidungen sollten auf persönlichen finanziellen Zielen, Risikobereitschaft und einer unabhängigen Bewertung der relevanten Informationen basieren.
Insightfolio unterstützt oder garantiert nicht die Eignung bestimmter Finanzprodukte, Wertpapiere oder Strategien. Alle auf der Plattform präsentierten Prognosen, Vorhersagen oder hypothetischen Szenarien dienen nur zu Veranschaulichungszwecken und stellen keine Garantie dar.
Durch den Zugriff auf die Dienste, Informationen oder Inhalte von Insightfolio bestätigen die Nutzer*innen, dass sie die Bedingungen dieses Haftungsausschlusses akzeptieren. Wer diese Bedingungen nicht akzeptiert, sollte die Plattform nicht nutzen.