Das Risikoprofil, abgeleitet aus vergangenen Marktschwankungen, zeigt das Risiko, dem das Portfolio ausgesetzt bist. Diese Bewertung hilft dabei, Deine Investitionen mit Deinen finanziellen Zielen und Deiner Risikobereitschaft in Einklang zu bringen.
Das Diversifikationsprofil bewertet die Verteilung von Anlagen über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen. Diese Bewertung hilft dabei, Risiken zu reduzieren, Renditen zu maximieren und eine Überkonzentration in einem einzelnen Bereich zu vermeiden.
Ausgewogene Anleger
Dieser Stil passt zu jemandem, der sich für „ausgeglichen“ hält, aber emotional längst auf der Equity-Achterbahn sitzt. Hohe Risikobereitschaft, aber mit dem Bedürfnis nach System statt wildem Zock – daher die Factor-ETFs statt Einzelaktien-Lotto. Ziele dürften langfristig sein: Vermögensaufbau, vielleicht frühe finanzielle Freiheit, jedenfalls nichts, was in drei Jahren unbedingt sicher verfügbar sein muss. Schwankungen von -20% werden zwar nicht gefeiert, aber akzeptiert. Psychologisch steckt hier jemand, der Komplexität nicht scheut, aber vielleicht unterschätzt, wie anstrengend es ist, diese Kombination aus Value, Momentum, Small Caps und 100% Aktien durch einen echten Bärenmarkt zu tragen.
Diese Konstruktion sieht aus wie ein Boglehead, der heimlich Factor-Twitter binge-watcht. Einerseits ein dicker 40%-All-World-Klotz, der nach langweiligem Weltportfolio schreit. Andererseits klatschst Du oben drauf Small Cap Value, Emerging Markets und Momentum, als wärst Du auf der Suche nach dem geheimen Rendite-Cheatcode. Ergebnis: 100% Aktien, fünf ETFs, kein Sicherheitsnetz – aber offiziell „Balanced“. Das ist wie „leichtscharf“ bestellen und dann eine Chilischote dazu knabbern. Takeaway: Entweder Du willst globalen Durchschnitt oder Faktor-Overdrive – aktuell fährst Du beides gleichzeitig und hoffst, dass sich das Universum schon sortiert.
Deine 1.000 € wurden in gut 1,3 Jahren zu 1.087 €. Nett, aber bitte noch keinen Sekt kaltstellen. CAGR 6,72% klingt ok, wirkt aber bei so kurzer Laufzeit eher wie ein Zufallsschnappschuss als ein Muster. Immerhin hast Du sowohl den US-Markt (CAGR -0,80%) als auch den Weltmarkt (3,59%) klar abgehängt – Glückwunsch, du hast die richtige Welle erwischt. Maximaler Drawdown: -20,78%. Also ja, das Ding kann bluten. Erinnerung: 1,3 Jahre Daten sind wie ein Wetterbericht für gestern – interessant, aber komplett ungeeignet, um die Sommerferien zu planen.
100% Aktien, null Anleihen, null Cash, null sonstwas. Das ist kein „Balanced“-Portfolio, das ist ein „Ich hoffe wirklich, dass die Weltwirtschaft nicht komplett eskaliert“-Portfolio im Anzug. Balanced heißt normalerweise: irgendeine Form von Stoßdämpfer. Hier hast Du eher ein Sportfahrwerk ohne Komfortmodus. Für lange Horizonte kann das total ok sein, aber dann bitte nicht überrascht tun, wenn zwischenzeitlich -30% auf dem Bildschirm stehen. Takeaway: Wer so unterwegs ist, braucht entweder ein starkes Nervenkostüm oder genug Cash außerhalb dieses Depots, um Krisen aussitzen zu können.
Sektorbild: Tech 19%, Finanzwerte 19%, Industrials 13%, dazu der übliche bunte Rest. Also keine pure Tech-Sucht, eher eine „ich mag alles, was Wirtschaft macht, außer Langeweile“-Aufstellung. Die Mischung wirkt ungefähr so wie ein globaler Standardindex mit einem leichten Hang zu zyklischeren, konjunkturabhängigen Bereichen. Das heißt: Läuft die Wirtschaft, läuft das Depot meist überdurchschnittlich; stolpert die Wirtschaft, dann stolpert Dein Depot nicht elegant, sondern mit Anlauf. Takeaway: Wenn man schon keine Anleihen hat, könnte man wenigstens überlegen, ob man beim Konjunkturhebel wirklich überall maximal mitspielen will.
60% Nordamerika schreien „USA first“, auch wenn der ETF „All-World“ draufstehen hat. Dazu Europa, Japan, Asien Emerging und ein bisschen Rest der Welt als Deko. Das ist ziemlich nah an der realen globalen Marktkapitalisierung – also kein völlig abgedrehtes Homebias-Drama. Ironie: Es wirkt diversifiziert, hängt aber stark am Schicksal der US-Börsen und des Dollars. Wenn dort Schnupfen ist, hustet Dein Depot. Takeaway: Global ist hier im Großen und Ganzen solide, aber mental sollte klar sein: Es ist eher „Welt mit USA-Übergewicht“ als „echte Machtbalance“.
Marktkap-Mix: 30% Mega, 26% Large, 20% Mid, 14% Small, 9% Micro. Du bist also offiziell nicht nur Beifahrer der Riesen, sondern auch im Nebenrollen-Cast der kleinen Klitschen aktiv. Das kommt klar von Deinem Avantis Small Cap Value – der zieht Dich bewusst aus der Komfortzone der Riesen raus. Ergebnis: Mehr Schwankung, mehr potenzielle Mehrrendite, aber auch mehr „Wer ist das überhaupt?“-Firmen im Untergrund. Takeaway: Wenn man sich so viel Small/Micro ins Haus holt, sollte man Volatilität nicht nur vom Hörensagen kennen, sondern wirklich aushalten wollen.
Bei den Look-Through-Holdings winkt einmal laut Big Tech: NVIDIA, Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon – alles dabei, obwohl nirgendwo explizit gekauft. Das ist das klassische „Ich kaufe breite ETFs und wundere mich, warum mein Depot doch wieder an ein Tech-Festival erinnert“. Durch den All-World und Momentum kriegst Du diese Namen gleich mehrfach ins Depot, aber das System zeigt nur Top-10 der ETFs, also ist die echte Überschneidung vermutlich noch höher. Takeaway: Du denkst „breit gestreut“, die Realität sagt: „versteckte Fan-Liebe zu denselben paar Mega-Giganten“.
Faktor-Exposures werden mithilfe statistischer Modelle auf Basis historischer Daten geschätzt und messen systematische (marktrelative) Neigungen, keine absoluten Portfolioeigenschaften. Die Ergebnisse können je nach Analysezeitraum, Datenverfügbarkeit und Währung der zugrunde liegenden Anlagen variieren.
Dein Faktorprofil sieht aus wie Factor-Investing auf Steroiden: Value hoch (76%), Momentum hoch (75%), Yield hoch (60%), Size eher leicht von den Großen weg (24% – also etwas mehr kleine und mittlere). Faktor-Exposures sind die versteckten „Geschmacksrichtungen“ des Depots – bei Dir steht: „Ich will günstige, trendstarke, ausschüttungsfreudige Titel und gerne auch kleiner.“ Problem: Value + Momentum + Small kann sich zeitweise genial, zeitweise brutal anfühlen. Das ist wie Chili, Knoblauch und Ingwer gleichzeitig: intensiv, aber sicher nichts für jeden Magen. Takeaway: Das ist kein versehentliches Markt-Depot mehr, sondern eine sehr gezielte, ziemlich wuchtige Faktor-Wette.
Risikoseitig liefern die Top 3 Positionen über 82% der Gesamtschwankung – also All-World, Avantis Small Cap Value und JPM Multi-Factor. Vor allem Avantis Small Cap Value (27,5% Gewicht, 31,76% Risikoanteil) und der Momentum-ETF (7,5% Gewicht, 8,52% Risiko) boxen über ihrer Gewichtsklasse. Risk Contribution heißt: Wer sorgt wirklich für den Adrenalinspiegel, nicht nur für die Prozentzahlen in der Allokation. Takeaway: Wenn die wilden Factor-Teile so viel Risiko ziehen, könnte simples Rebalancing schon reichen, um die Nerven zu schonen, ohne gleich das ganze Konzept zu beerdigen.
Dieser Chart zeigt die Efficient Frontier, berechnet auf Basis deiner aktuellen Positionen mit unterschiedlichen Gewichtungen. Er hebt das beste Verhältnis zwischen Risiko und Rendite hervor, basierend auf historischen Daten. "Effiziente" Portfolios maximieren die Rendite für ein gegebenes Risiko oder minimieren das Risiko für eine gegebene Rendite. Portfolios unterhalb der Kurve sind weniger effizient. Diese Grafik dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
Klicke auf die farbigen Punkte, um Gewichtungen zu erkunden.
Risk vs. Return: Dein aktuelles Depot hat Sharpe 0,38 – das ist die Kennzahl „Rendite pro Einheit Risiko“, quasi Effizienz-Score. Die Effizienzkurve (Efficient Frontier) sagt aber: Mit den gleichen Bausteinen wäre bei ähnlichem Risiko deutlich mehr drin. Optimalportfolio: Sharpe 0,96, deutlich höhere erwartete Rendite (17,36%) bei nur minimal mehr Risiko. Du liegst 7,18 Prozentpunkte unter der Frontier – das ist wie mit Sportschuhen joggen gehen und trotzdem im Spaziergangstempo bleiben. Takeaway: Schon reines Rebalancing der bestehenden ETFs könnte das Verhältnis von Schwankung zu Ertrag massiv verbessern, ohne einen einzigen neuen Baustein zu kaufen.
Kosten: lächerlich niedrig. TERs bei 0,19–0,25%, Gesamt-TER rund 0,12%. Das ist schon fast unhöflich günstig. Du bekommst ein ziemlich komplexes Faktor-Konstrukt zum Preis von „einmal im Monat Kaffee weglassen“. Gebühren sind der stille Renditekiller – hier hast Du den Killer praktisch in Rente geschickt. Klar, man könnte jetzt noch darüber streiten, ob man wirklich so viele Factor-Spielereien braucht, aber teuer sind sie zumindest nicht. Takeaway: Wenigstens bei den Kosten hast Du nicht ins Klo gegriffen – hier läuft es eher nach Handbuch als nach Zockermodus.
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