Das Risikoprofil, abgeleitet aus vergangenen Marktschwankungen, zeigt das Risiko, dem das Portfolio ausgesetzt bist. Diese Bewertung hilft dabei, Deine Investitionen mit Deinen finanziellen Zielen und Deiner Risikobereitschaft in Einklang zu bringen.
Das Diversifikationsprofil bewertet die Verteilung von Anlagen über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen. Diese Bewertung hilft dabei, Risiken zu reduzieren, Renditen zu maximieren und eine Überkonzentration in einem einzelnen Bereich zu vermeiden.
Ausgewogene Anleger
Dieses Setup passt zu jemandem, der Risiko nicht nur duldet, sondern aktiv einlädt – solange es halbwegs wissenschaftlich verpackt ist. Typus: liest Factor- und ETF-Blogs, glaubt an lange Zeithorizonte, ist aber bereit, zwischenzeitliche -20% bis -30% mit Zähneknirschen auszusitzen. Ziele dürften eher Vermögensaufbau und Rendite-Boost über Jahrzehnte als kurzfristige Entnahmen sein. Psychologisch: neugierig, leicht wettbewerbsorientiert (“mehr als der Markt”), akzeptiert Komplexität, hat aber nicht unbedingt Lust auf Einzelaktien-Basteln. Wer hier reinpasst, braucht Disziplin, Crash-Nerven und die Fähigkeit, in hässlichen Phasen nicht im Affekt alles umzuwerfen.
Diese Mischung schreit: “Ich habe Faktor-Artikel gelesen und dann jede Zurückhaltung über Bord geworfen.” Rund 40% Momentum, knapp 28% globale Small-Cap-Value, plus EM und Multi-Faktor – das ist kein Basis-Depot, das ist ein Faktor-Experiment mit All-World-Beilage als Deko. Für einen “balanced” Risikotyp ist das Ganze eher “sportlich neugierig” als ausgewogen. Die Struktur ist immerhin klar: alles Aktien, keine halben Sachen. Heißt aber auch: keine Bremse, wenn’s ruckelt. Zusammensetzung wirkt wie: “Ich will mehr als den Markt, aber bitte mit ETF-Mantel, damit es seriös aussieht.” Fazit: ambitioniert, clever angehaucht, aber bewusst auf Kante genäht.
In gut 1,3 Jahren aus 1.000 € etwa 1.090 € gemacht, also rund 6,95% CAGR – während US-Markt leicht im Minus hängt und die Welt nur etwa halb so stark läuft. Klingt erstmal stark, aber: dieser Zeitraum ist Börsen-Wetter von gestern, nicht Klima. Maximaler Drawdown von -21,72% ist knackig für so wenig Historie, der Schmerz-Level liegt klar über Sparbuch, unter Komplett-Zock. Drei Tage machen 90% der Rendite aus – das ist Lotto-mit-ETF-Energie. Takeaway: bisher sah das Drehbuch gut aus, aber auf Basis von 1,3 Jahren Zukunft abzuleiten ist ungefähr so verlässlich wie Urlaubsplanung nach dem Wetter von letzter Woche.
100% Aktien, null Anleihen, null Cash-Puffer – das ist kein “balanced”, das ist “ich habe Beta zum Frühstück gegessen”. Asset-Allokation wirkt wie: Diversifikation findet gefälligst nur innerhalb von Aktien statt, alles andere ist für Langweiler. Das funktioniert super, solange Märkte halbwegs freundlich sind und Du Nerven wie Drahtseile hast. Sobald es länger runter geht, gibt es hier keine Stoßdämpfer, nur Airbags aus Hoffnung und Zeithorizont. Takeaway: Wer so aufgestellt ist, sollte a) lange Laufzeit, b) echten Risikoappetit und c) keine Panik-Aktionen bei Crashs mitbringen – sonst wird das sehr lehrreich, aber nicht angenehm.
Sektorbild: Tech ganz oben, gefolgt von Finanzwerten und Industrials. Das schreit: “Wachstum und Zinswette, bitte beides.” Kein Sektor ist absurd übersteuert, aber Tech und Finanz zusammen machen fast die Hälfte – Momentum-ETF und Small-Cap-Value lassen grüßen. Defensivere Bereiche wie Gesundheit, Konsum-Basics und Versorger sind eher Statistenrollen. Heißt: in Boomphasen kannst Du gut mithalten oder sogar vorne liegen, in einer Rezession oder bei Wacklern im Finanzsystem fühlst Du jede Bodenwelle im Magen. Takeaway: Sektorbild ist interessant offensiv, aber nicht total irre – nur eben deutlich mehr Zyklik als Kuschelecke.
Geografisch sagst Du im Grunde: “Nordamerika regelt das schon”, mit 57% Gewicht. Europa, Asien, EM etc. sind nett, aber klar in Nebenrollen. Für eine globale Ausrichtung ist das zwar nicht unüblich, aber “balanced” ist was anderes. Das ist wie ein Fußballteam, das offiziell international spielt, aber 60% des Budgets in einen Verein steckt. Netter Bonus: etwas EM-Exposure sorgt zumindest dafür, dass nicht alles an denselben Konjunkturzyklen hängt. Trotzdem: Wenn die USA husten, liegt Dein Depot mehrheitlich im Bett. Takeaway: Global, ja – aber mit deutlich amerikanischem Akzent und begrenztem echten Regionalausgleich.
Marktkapitalisierung: ordentlicher Mix – Mega und Large Caps dominieren, aber mit 18% Mid, 14% Small und 9% Micro ist hier richtig Würze drin. Das ist nicht mehr “leichtes Small-Cap-Gewürz”, das ist eine merkliche Beimischung von Volatilitäts-Spezialisten. Small und Micro Caps können langfristig höhere Renditen bringen, aber sie tragen sich in Krisen gern wie Drama-Queens. In ruhigen Zeiten sieht das smart aus, in Crashs eher wie selbstgewählter Adrenalinschub. Takeaway: Marktkap-Mix ist mutig und bewusst schärfer als Standard– nichts für Leute, die bei -30% zwischenzeitlich den Schlaf verlieren.
Top-Exposures: NVIDIA, Broadcom, Microsoft, TSMC, Alphabet – also das übliche Tech-Promi-Buffet, plus ein bisschen Finanz- und Industrie-Prominenz. Du tust so, als wärst Du super diversifiziert, aber die Look-Through-Liste flüstert: “Hallo, wieder mal Tech-Schwergewicht.” Overlap ist sicher höher, weil nur Top-10 der ETFs drin sind; in Wirklichkeit dürften diese Namen mehrfach auftauchen. Das ist wie ein Konzert mit fünf Bands, die alle denselben Headliner buchen. Heißt: Wenn die üblichen Marktlieblinge niesen, fängt Dein Depot sich schneller eine Erkältung ein, als Dir lieb ist – trotz scheinbar vielen Positionen im Hintergrund.
Faktor-Exposures werden mithilfe statistischer Modelle auf Basis historischer Daten geschätzt und messen systematische (marktrelative) Neigungen, keine absoluten Portfolioeigenschaften. Die Ergebnisse können je nach Analysezeitraum, Datenverfügbarkeit und Währung der zugrunde liegenden Anlagen variieren.
Faktorseitig macht das Depot kein Geheimnis: hoher Momentum- und hoher Yield-Tilt, dazu Value neutral, Size leicht unter Markt. Faktor-Exposures sind die versteckten Gewürze: Momentum heißt hinter schnellen Gewinnern herlaufen, Yield heißt “ich mag Ausschüttungsstabilität”. Zusammen ist das wie gleichzeitig Sprinten und Dividendenkuscheln. Problem: hohe Momentum-Neigung kann brutal werden, wenn Trend dreht, während hoher Yield dich oft in reiferen, manchmal trägeren Bereichen parkt. Dass Size eher niedrig ist, passt nicht ganz zur Small-Cap-Story der Avantis-Position, also wirkt das Profil etwas widersprüchlich. Fazit: Spannendes Faktor-Setup, aber nicht gerade stromlinienförmig – eher bewusst experimentell.
Risikoseitig tragen die drei größten Positionen über 86% der Gesamtschwankung. Besonders der 40%-Momentum-ETF macht 44,7% des Risikos – also mehr als seinen ohnehin fetten Anteil. Klassisches Beispiel: Gewicht und Risikobeitrag sind nicht dasselbe; Risk Contribution sagt, wer wirklich die Show stiehlt. Hier schreit es: “Momentum ist der Star, alle anderen sind Begleitband.” Das ist okay, wenn genau das Ziel ist, aber dann bitte nicht “ausgewogen” ins Etikett kleben. Takeaway: Wer weniger Nervenkitzel will, müsste genau diese Oberliga-Positionen stutzen oder anders gewichten – nicht neue Exoten dazupacken.
Dieser Chart zeigt die Efficient Frontier, berechnet auf Basis deiner aktuellen Positionen mit unterschiedlichen Gewichtungen. Er hebt das beste Verhältnis zwischen Risiko und Rendite hervor, basierend auf historischen Daten. "Effiziente" Portfolios maximieren die Rendite für ein gegebenes Risiko oder minimieren das Risiko für eine gegebene Rendite. Portfolios unterhalb der Kurve sind weniger effizient. Diese Grafik dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
Klicke auf die farbigen Punkte, um Gewichtungen zu erkunden.
Die Risk-Return-Grafik ist der fiese Spiegel: Sharpe 0,38 bei ~16,4% Risiko, während mit denselben Bausteinen ein Sharpe von 0,96 möglich wäre – bei kaum mehr Risiko, aber massiv höherer erwarteter Rendite. 8,31 Prozentpunkte unter der Effizienzkurve ist schon Kunstform: Du schaffst es, relativ viel Risiko zu nehmen und dafür eher mittelprächtig entlohnt zu werden. Die Minimum-Varianz-Variante hätte sogar weniger Risiko und trotzdem bessere Sharpe. Heißt: Du hast gute Zutaten gewählt und sie dann in eher unglücklichen Mengen zusammengemischt. Takeaway: Allein durch Umgewichtung der bestehenden ETFs ließe sich das deutlich glatter und klüger aufstellen – ganz ohne neue Produkte.
Kostenmäßig: verdächtig vernünftig. TERs zwischen 0,19% und 0,25%, Gesamtkosten laut Rechnung bei ~0,13% – das ist ETF-Fan-Handbuch-Kapitel 1 perfekt umgesetzt. Kein teurer Schnickschnack, keine 1,x%-Aktivtrümmer, die Rendite leersaugen. Man könnte fast meinen, hier hat jemand bewusst darauf geachtet, nicht über Gebühren zu stolpern. Natürlich sind 0,13% allein noch keine Rendite-Garantie, aber sie verhindern immerhin, dass Du jedes Jahr still und leise eine Woche Urlaub an die Finanzindustrie spendest. Fazit: Gebühren sind klar unter Kontrolle – wenn woanders so konsequent gearbeitet worden wäre, wäre das Ding fast schon langweilig effizient.
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