Das Risikoprofil, abgeleitet aus vergangenen Marktschwankungen, zeigt das Risiko, dem das Portfolio ausgesetzt bist. Diese Bewertung hilft dabei, Deine Investitionen mit Deinen finanziellen Zielen und Deiner Risikobereitschaft in Einklang zu bringen.
Das Diversifikationsprofil bewertet die Verteilung von Anlagen über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen. Diese Bewertung hilft dabei, Risiken zu reduzieren, Renditen zu maximieren und eine Überkonzentration in einem einzelnen Bereich zu vermeiden.
Spekulative Anleger
Dieses Profil passt zu jemandem mit hoher Risikobereitschaft, der stark auf langfristigen Vermögensaufbau und Wachstum setzt und zwischenzeitliche starke Schwankungen emotional aushalten kann. Die Person akzeptiert, dass der Wert ihres Depots zeitweise deutlich fallen kann, um dafür über viele Jahre oder Jahrzehnte eine höhere Renditechance zu haben. Kurzfristige Ausgaben stehen nicht im Vordergrund, vielmehr geht es um einen langen Anlagehorizont, zum Beispiel 10 bis 20 Jahre oder länger. Gleichzeitig besteht Interesse an globaler Streuung und der Bereitschaft, sich mit Themen wie Volatilität, Korrelation und der Rolle von Dividenden zumindest grob auseinanderzusetzen.
Die Zusammensetzung ist stark aktienlastig mit rund 72 Prozent in Aktien und praktisch keinem Sicherheitsbaustein wie Anleihen oder Cash. Ein Großteil steckt in drei globalen ETFs, ergänzt durch mehrere Einzeltitel mit teils hohen Gewichtungen. Für ein spekulatives Profil passt dieser Fokus auf Aktien und Wachstum, insbesondere in internationalen Märkten. Im Vergleich zu typischen Mischportfolios fehlt jedoch ein stabilisierender Anteil defensiver Anlagen. Wer dieses Chance‑Risiko‑Profil schärfen will, kann bewusst entscheiden, ob der Fokus klar auf maximalem Wachstum liegen soll oder ob ein kleinerer Anteil defensiver Komponenten sinnvoll wäre, um Schwankungen und emotionale Belastung in Krisen zu reduzieren.
Die historische Kennzahl einer CAGR von über 180 Prozent ist extrem und deutet eher auf Datenfehler oder einen sehr kurzen, außergewöhnlich guten Zeitraum hin als auf ein realistisches Langfristbild. Gleichzeitig wirkt der maximale Rückgang von nur etwa 19 Prozent dafür deutlich zu niedrig. Solche Zahlen sind spannend, aber für Zukunftsentscheidungen kaum brauchbar. Historische Renditen zeigen, wie ein Portfolio in bestimmten Marktphasen reagiert hat, sind aber keine Garantie. Es kann sinnvoll sein, die Performance über längere, normalen Marktzyklen ähnliche Phasen mit starken Einbrüchen und Erholungen zu betrachten, um Erwartungen zu kalibrieren und nicht von Ausreißerjahren in falscher Sicherheit gewiegt zu werden.
Die Monte‑Carlo‑Simulation zeigt merkwürdige Ergebnisse, mit sehr vielen Szenarien bei minus 100 Prozent und gleichzeitig hoher durchschnittlicher Rendite. Monte Carlo bedeutet, dass aus vergangenen Schwankungen tausende Zufallspfade gebaut werden, um mögliche Zukunftsverläufe zu schätzen. Wenn die Eingangsdaten verzerrt sind, werden auch die Simulationen unrealistisch, was hier wahrscheinlich ist. Simulierte Ergebnisse können helfen, Spannbreiten zu verstehen, ersetzen aber keine solide Plausibilitätsprüfung. Sinnvoll wäre, die Analyse mit konservativeren Annahmen zu wiederholen, etwa normaleren Jahresrenditen und Drawdowns, um typische gute, mittlere und schlechte Szenarien zu sehen und besser einschätzen zu können, welche Schwankungen mental und finanziell wirklich tragbar sind.
Mit rund 72 Prozent Aktien und praktisch keinem Cash oder Anleihen ist die Vermögensaufteilung sehr wachstumsorientiert. Für spekulative Anleger kann das attraktiv sein, weil langfristig vor allem Aktien hohe Renditechancen bieten. Im Vergleich zu gängigen Benchmarks, die oft einen nennenswerten Anteil Anleihen oder Geldmarktinstrumente halten, wirkt diese Struktur deutlich aggressiver. Das erhöht die Empfindlichkeit gegenüber Börsenkorrekturen. Wer hier bewusst auf maximale Wachstumschance setzt, kann klar definieren, ob und ab welcher Depotgröße ein Sicherheitsbaustein ergänzt werden soll, um größere Rückschläge abzufedern und künftige Auszahlungsbedürfnisse, etwa in 10 bis 20 Jahren, besser planbar zu machen.
Die Sektoraufteilung ist recht breit, mit Schwerpunkten in Technologie, Finanzwerten, Industriewerten und Basismaterialien. Das zeigt eine ordentliche Streuung über verschiedene Geschäftsmodelle hinweg, was positiv ist. Gleichzeitig bedeutet ein höherer Anteil konjunktursensibler Bereiche, dass das Depot in Rezessionen stärker schwanken kann als defensive Mischungen. Technologie‑ und Zykliker‑Schwerpunkte reagieren oft stärker auf Zinsen, Wachstumserwartungen und geopolitische Nachrichten. Diese Struktur ist gut geeignet, wenn bewusst auf wirtschaftliche Erholung und Innovationskraft gesetzt wird. Wer Schwankungen reduzieren möchte, kann langfristig überlegen, ob zusätzliche defensive Bereiche mit stabileren Geschäftsmodellen das Profil ausbalancieren, ohne die Wachstumsorientierung vollständig aufzugeben.
Geografisch ist das Depot global, mit bedeutenden Teilen in Japan, Nordamerika, Europa und den Schwellenländern. Diese breite Streuung ist ein klarer Pluspunkt und ähnelt in Teilen globalen Benchmark‑Indizes, auch wenn die Gewichte abweichen. Solch ein globaler Ansatz reduziert das Risiko, zu sehr vom Schicksal nur eines Landes oder einer Region abhängig zu sein. Gleichzeitig können Übergewichtungen einzelner Räume, etwa Japan oder Emerging Markets, Phasen erhöhter Volatilität bringen, wenn dort spezifische politische oder wirtschaftliche Probleme auftreten. Wer diese Chancen nutzen möchte, kann regelmäßig prüfen, ob die aktuelle Ländergewichtung noch zur persönlichen Einschätzung von Stabilität, Wachstum und Währungsrisiko passt.
Die Marktkapitalisierungsverteilung ist interessant: rund ein Viertel in Mega‑Caps, ein weiterer Teil in großen Unternehmen, aber auch sichtbar in kleinen und Mikro‑Caps. Das ist für ein spekulatives Profil durchaus passend, weil kleinere Unternehmen häufiger überdurchschnittliche Chancen, aber auch höhere Risiken haben. Im Vergleich zu Standardindizes, die meist stark von Mega‑Caps dominiert werden, ist hier die Spanne breiter. Das stärkt grundsätzlich die Diversifikation, erhöht aber auch die Sensitivität gegenüber Liquiditätsengpässen und starken Einbrüchen bei kleineren Titeln. Es kann sinnvoll sein, die Bedeutung von Small‑ und Mikro‑Caps bewusst im Blick zu behalten und gegebenenfalls Obergrenzen festzulegen, um Klumpenrisiken zu begrenzen.
Die Gesamtrendite aus Dividenden liegt mit gut 2 Prozent auf einem ordentlichen Niveau, verstärkt durch einige höher ausschüttende Einzeltitel. Dividenden sind Barausschüttungen von Unternehmen und können über Jahre einen wesentlichen Teil der Gesamtrendite ausmachen, besonders in seitwärts laufenden Märkten. Dieses Niveau passt gut zu einem wachstumsorientierten Ansatz, der nicht nur auf Kursgewinne setzt. Allerdings sind sehr hohe Renditen einzelner Werte manchmal ein Hinweis auf erhöhte Risiken oder Sonderfaktoren. Sinnvoll kann sein, nicht nur auf die Höhe der Ausschüttung zu schauen, sondern auch auf deren Nachhaltigkeit, Ausschüttungsquote und die Stabilität der zugrunde liegenden Geschäftsmodelle über Konjunkturzyklen hinweg.
Die laufenden Kosten der ETFs sind im Durchschnitt niedrig bis moderat, mit einer Gesamtkostenquote von rund 0,24 Prozent, was sehr effizient ist. Das ist ein klarer Pluspunkt, denn Gebühren wirken wie ein dauerhafter Gegenwind: Jeder Prozentpunkt weniger Kosten erhöht langfristig den Teil der Rendite, der tatsächlich bei Dir ankommt. Im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds liegt dieses Niveau deutlich günstiger. Wer diese Kostenvorteile erhalten möchte, kann darauf achten, Kostenfallen wie häufiges Umschichten, unnötig teure Produkte oder übertriebene Handelsaktivität zu vermeiden, denn auch Transaktionskosten können sich über Jahre spürbar auf die Gesamtperformance auswirken.
Dieser Chart zeigt die Efficient Frontier, berechnet auf Basis deiner aktuellen Positionen mit unterschiedlichen Gewichtungen. Er hebt das beste Verhältnis zwischen Risiko und Rendite hervor, basierend auf historischen Daten. "Effiziente" Portfolios maximieren die Rendite für ein gegebenes Risiko oder minimieren das Risiko für eine gegebene Rendite. Portfolios unterhalb der Kurve sind weniger effizient. Diese Grafik dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
Die Kennzahl Risk Score 7 von 7 zeigt bereits, dass das Chance‑Risiko‑Profil extrem offensiv ist. Die effiziente Grenze, oder Efficient Frontier, beschreibt für eine gegebene Auswahl an Bausteinen die Kombinationen mit dem besten Verhältnis von Rendite zu Schwankung. Dabei wird nur mit den vorhandenen Anlagen und unterschiedlichen Gewichtungen gearbeitet, nicht mit neuen Produkten. In diesem Fall könnte eine Verschiebung zwischen den ETFs und den Einzeltiteln das Verhältnis von Risiko zu erwarteter Rendite verbessern, ohne die Grundidee eines spekulativen, globalen Aktienportfolios zu verlassen. Effizienz heißt dabei nicht maximale Rendite, sondern möglichst viel Ertrag pro eingegangenem Risiko.
Wähle einen Broker, der zu dir passt, und achte auf niedrige Gebühren, um deine Rendite zu maximieren.
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