Das Risikoprofil, abgeleitet aus vergangenen Marktschwankungen, zeigt das Risiko, dem das Portfolio ausgesetzt bist. Diese Bewertung hilft dabei, Deine Investitionen mit Deinen finanziellen Zielen und Deiner Risikobereitschaft in Einklang zu bringen.
Das Diversifikationsprofil bewertet die Verteilung von Anlagen über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen. Diese Bewertung hilft dabei, Risiken zu reduzieren, Renditen zu maximieren und eine Überkonzentration in einem einzelnen Bereich zu vermeiden.
Die Zusammensetzung mischt breit gestreute ETFs mit einigen klar gewichteten Einzeltiteln. Rund 72 % liegen in Aktien, 1 % in Cash, der Rest entfällt auf kleinere Positionen. Die drei großen ETFs auf Europa, Japan (währungsgehedged) und Emerging Markets dominieren und bringen Dir eine solide Basisbreite. Gleichzeitig machen wenige Einzeltitel wie Ituran, FutureFuel, Wells Fargo und Delta einen spürbaren Anteil am Gesamtvolumen aus. Das sorgt für einen Mix aus „Core“ und gezielten Satelliten. Für Dich heißt das: Die Grundstruktur ist diversifiziert, aber Einzeltitel können die Gesamtentwicklung deutlich stärker beeinflussen als bei einem reinen ETF-Portfolio.
Die historische Entwicklung zeigt: Aus 1.000 Dollar wurden über den Zeitraum nur etwa 1.030 Dollar – das ist deutlich hinter US- und Weltmarkt zurück. Die angegebene CAGR von über 100 % wirkt offensichtlich fehlerhaft; real signalisiert der Endwert eher eine sehr niedrige jährliche Rendite. Wichtig sind trotzdem Kennzahlen wie Max Drawdown (rund -19 %), die zeigen, wie stark das Portfolio zwischenzeitlich gefallen ist. Im Vergleich zum US-Markt mit höherem Endwert und geringerer Maximalverlustphase war das Chance-Risiko-Verhältnis bisher schwächer. Denk dran: Vergangenes sagt nicht sicher die Zukunft voraus, hilft aber, das Profil grob einzuschätzen.
Die Monte-Carlo-Simulation versucht, mit vielen zufälligen Szenarien die mögliche Entwicklung über 10 Jahre abzuschätzen, basierend auf der bisherigen Rendite- und Schwankungshistorie. Hier ist der Datensatz extrem kurz und offenbar verzerrt: Viele Szenarien enden bei -100 %, gleichzeitig wird eine sehr hohe durchschnittliche Jahresrendite ausgewiesen. Das zeigt klar die Grenze solcher Modelle – mit wenigen Datenpunkten wird das Bild künstlich extrem. Für Dich heißt das: Verlass Dich eher auf das qualitative Risikoprofil (sehr spekulativ, hoher Aktienanteil, Einzeltitelfokus) als auf diese numerischen Projektionen. Sie eignen sich hier nur als grobe Illustration, nicht als belastbare Planungshilfe.
Mit rund 72 % in Aktien und praktisch keinem nennenswerten Anteil an Anleihen oder anderen „Stabilisatoren“ ist das Portfolio klar wachstumsorientiert. Im Vergleich zu klassischen Mischportfolios oder globalen Standardindizes fehlt der dämpfende Effekt defensiver Anlageklassen. Das erklärt den spekulativen Risikoscore von 7/7: Kursausschläge nach oben wie nach unten werden kaum abgefedert. Für jemanden mit langem Horizont kann so ein Profil bewusst gewählt sein, kurzfristig nervenstarke Phasen gehören dann aber dazu. Wenn Dir irgendwann mehr Stabilität wichtig wird, wäre ein schrittweiser Aufbau von Anteilen mit geringerer Schwankung eine naheliegende Stellschraube.
Die Sektorverteilung zeigt deutliche Schwerpunkte in Technologie, Finanzwerten, Industrie und Basiskonsumgütern, während defensive Bereiche wie Versorger, Gesundheit oder Basiskonsum geringer vertreten sind. Das ist ein eher zyklisches Setup: Viele der stark gewichteten Sektoren hängen stark von Konjunktur, Zinsen und globalem Handel ab. In Phasen steigender Zinsen oder Wirtschaftsschwäche schwanken solche Sektoren im Schnitt stärker als defensive Bereiche. Positiv ist, dass mehrere Sektoren überhaupt vertreten sind und der Diversifikationsscore „breit gestreut“ bestätigt. Wenn Dir aber geringere Schwankungen wichtig wären, könntest Du langfristig auf etwas mehr defensive Branchen achten, ohne den Wachstumsfokus völlig aufzugeben.
Geografisch ist das Bild interessant: Japan und Nordamerika liegen bei je rund 20 %, Europa entwickelt bei 12 %, Emerging Markets (Asien, Lateinamerika, Afrika/Nahost) zusammen deutlich über 10 %. Damit bist Du stärker in Japan und Schwellenländern exponiert als ein typischer globaler Weltindex, der meist von den USA dominiert wird. Das bringt Dir echte regionale Streuung, aber auch höhere Abhängigkeit von politischen Entwicklungen, Währungen und lokalen Zinszyklen außerhalb der USA. Die Bewertung: Die globale Streuung ist ein klarer Pluspunkt, allerdings kann die Kombination „viel Ausland + hohe Spekulation“ auch zu eher ruckartigen Bewegungen im Depot führen.
Die Marktkapitalisierungsstruktur mischt große mit kleineren Werten: Mega- und Large-Caps dominieren, aber Small- und Micro-Caps bringen zusammen fast ein Fünftel der Allokation. Kleinere Unternehmen können über längere Phasen höhere Renditen liefern, schwanken aber meist deutlich stärker und reagieren sensibler auf Konjunktur- und Liquiditätsschocks. Dass Mid Caps relativ wenig ausmachen, verstärkt den Kontrast zwischen sehr großen und sehr kleinen Firmen. Für Dich heißt das: Du nutzt tendenziell das Renditepotenzial kleinerer Titel, musst aber mit höherer Volatilität und teilweise schlechter Handelbarkeit leben, insbesondere in Stressphasen an den Märkten.
Beim Blick durch die ETFs siehst Du, dass die großen Einzeltitelrisiken fast ausschließlich aus Deinen Direktpositionen stammen, nicht aus ETF-Überlagerung. Ituran, FutureFuel, Wells Fargo, Delta und Biogen sind nur direkt gehalten und machen gemeinsam einen zweistelligen zweistelligen Prozentsatz aus. Über die ETFs tauchen bekannte Namen wie TSMC, Tencent, Toyota oder Mitsubishi UFJ auf, aber jeweils mit moderatem Gewicht. Die berechnte Überschneidung basiert nur auf ETF-Top-10, dadurch wird versteckte Konzentration wahrscheinlich unterschätzt. Die gute Nachricht: Es gibt aktuell keine extreme Doppelung eines einzelnen Unternehmens; das Hauptrisiko liegt eher in der Größe einzelner Stock-Positionen selbst.
Die Faktor-Analyse zeigt klare Neigungen zu Value, hoher Dividendenrendite und niedriger Volatilität – also eher „Substanz- und Einkommensorientierung“ statt teurer Wachstumsfantasie. Faktor-Exposures beschreiben, wie stark ein Portfolio auf bestimmte Eigenschaften setzt, die historisch Mehrerträge erklären können. Gleichzeitig ist der Momentum-Faktor nur schwach ausgeprägt; Du folgst also weniger kurzfristigen Trends. In ruhigen oder seitwärts laufenden Märkten können Value- und Yield-Tilts stabilisierend wirken. In aggressiven Wachstumsphasen hinterlaufen solche Portfolios jedoch oft den Gesamtmarkt. Insgesamt ist das ein konsistentes, leicht defensives Faktorprofil innerhalb eines ansonsten spekulativen Gesamt-Risikolevels.
Beim Risikobeitrag sticht vor allem Ituran hervor: knapp 12 % Gewicht, aber über 17 % Anteil am Gesamtrisiko. Delta Air Lines fällt trotz nur rund 5 % Gewicht mit gut 11 % Risikobeitrag auf – ein typisches Muster für einen volatilen Zykliker. Die großen ETFs tragen relativ ungefähr proportional zu ihrem Gewicht bei, was für ihre Diversifikationswirkung spricht. Risk Contribution zeigt Dir, welches „Instrument in Deinem Orchester“ wirklich laut ist. Wenn ein einzelner Titel deutlich mehr Risiko beisteuert als gewollt, kann eine leichte Reduzierung oder ein Gegengewicht helfen, die Schwankungen besser mit Deinem persönlichen Wohlfühlrahmen in Einklang zu bringen.
Dieser Chart zeigt die Efficient Frontier, berechnet auf Basis deiner aktuellen Positionen mit unterschiedlichen Gewichtungen. Er hebt das beste Verhältnis zwischen Risiko und Rendite hervor, basierend auf historischen Daten. "Effiziente" Portfolios maximieren die Rendite für ein gegebenes Risiko oder minimieren das Risiko für eine gegebene Rendite. Portfolios unterhalb der Kurve sind weniger effizient. Diese Grafik dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
Klicke auf die farbigen Punkte, um Gewichtungen zu erkunden.
Im Risiko-Rendite-Diagramm liegt Dein aktuelles Portfolio direkt auf der Effizienzkurve, aber noch nicht am optimalen Punkt. Die Sharpe Ratio – also Rendite pro Risikoeinheit – ist solide, wird aber vom optimalen Portfolio mit deutlich besserem Verhältnis übertroffen. Das zeigt: Mit reiner Umgewichtung der bestehenden Bausteine könntest Du bei gleichem oder sogar niedrigerem Risiko rechnerisch mehr erwartete Rendite erzielen. Gleichzeitig liegt das Minimum-Varianz-Portfolio spürbar ruhiger, aber immer noch mit attraktiver erwarteter Rendite. Für Dich heißt das: Die Bausteine sind gut gewählt, die Feinabstimmung der Gewichte bietet aber noch Spielraum für Effizienzgewinne.
Mit einer Gesamtrendite von rund 2,1 % bringt das Portfolio einen soliden, aber nicht extrem hohen laufenden Ertrag. Einige Einzeltitel wie FutureFuel und Ituran ziehen die Durchschnittsrendite kräftig nach oben, während andere Positionen nur moderat oder gar nicht ausschütten. Dividenden spielen besonders für Anleger eine Rolle, die einen Teil der Erträge regelmäßig entnehmen oder wiederanlegen möchten. Werden Dividenden konsequent reinvestiert, können sie im Zeitverlauf einen beachtlichen Teil der Gesamtrendite ausmachen. Die Mischung aus höheren und normalen Dividendenzahlern passt gut zu einem Profil, das sowohl laufende Erträge als auch Kurswachstum anstrebt.
Die laufenden Kosten der ETFs liegen mit 0,47 % für Japan und 0,70 % für Emerging Markets im üblichen Bereich für spezialisiertere Produkte. Durch die Gesamtstruktur ergibt sich eine geschätzte Portfoliokostenquote von nur 0,24 %, was für eine international gestreute, aktive Mischung sehr günstig ist. Niedrige Kosten wirken wie eine Rendite-„Brille“, die Du jedes Jahr auflässt: Jeder Basispunkt weniger fließt direkt in Deine Nettoerträge. Die Kostenstruktur ist hier ein klarer Pluspunkt, denn sie nimmt Dir keinen unnötigen „Mautzoll“ ab, während Du das ohnehin hohe Risiko auf der Ertragsseite trägst.
Wähle einen Broker, der zu dir passt, und achte auf niedrige Gebühren, um deine Rendite zu maximieren.
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